Affirmationen im Mentaltraining – 3 Tipps, wie sie wirken

Affirmationen im Mentaltraining – 3 Tipps, wie sie wirken

Affirmationen sind kurze Kraftsätze, mit denen du eine bestimmte Situation oder dein Leben allgemein in eine neue Richtung lenken kannst.

Gedanken sind mächtig

Worte und Gedankenkraft besitzen die Macht, deine aktuelle Lebenslage positiv zu beeinflussen. Vielleicht bist du jetzt noch skeptisch gegenüber dieser Aussage. In diesem Blog-Artikel bekommst du 3 Tipps fürs Formulieren von wirkungsvollen Affirmationen. Du erfährst, aus welchen Gründen sie manchmal nicht funktionieren und wie ich sie unterstützend im Mentaltraining einsetze.  

Tipp 1: Stimmig und glaubhaft 

Einen negativen Gedanken einfach durch einen positiven zu ersetzen, macht wenig Sinn. Wenn dir die Kraft fehlt und du dich niedergeschlagen fühlst, wirst du wahrscheinlich denken „Heute fühle ich mich ausgelaugt und kraftlos“. Dann wird dir ein Satz wie „Ich bin stark und voller Power“ nicht weiterhelfen. Er stellt in diesem Moment noch zu sehr das Gegenteil von dem dar, wie du dich aktuell fühlst. Somit kommt ein innerer Widerstand auf, weil du das Gesagte selbst nicht glauben kannst. Dein Verstand wird dir sagen „Das ist doch nicht wahr!“

Solange das negative Gefühl noch sehr heftig in dir aktiv ist, solltest du eine sanfte Affirmation verwenden. Zum Beispiel „Ich löse mich langsam aus diesem Gefühl, es geht mir nach und nach besser“. Eine Affirmation ist nicht dazu da, eine unerwünschte Emotion zu unterdrücken! Diese darf erst einmal da sein und nach und nach abklingen. Erst danach setzt die Arbeit mit Affirmationen ein.

Affirmationskarte Sorgen loslassen © Marion Schellenberg

 

Tipp 2: Gut formuliert – so passend wie ein Kleidungsstück

Damit die Sätze ihre volle Wirkung entfalten, solltest du Folgendes beachten:

  • Positiv formulieren
  • Kurze Sätze verwenden
  • Keine Verneinungen
    Verwende keine Wörter wie „nicht“, „kein“, „nie“, oder „nein“.
  • Vermeide das Negative
    Wie zum Beispiel „Ich will keine (Verneinung) Kopfschmerzen (das Negative) mehr haben“. Besser ist „Ich lasse Anspannung aus meinem Kopf und Nacken los“. Statt „Ich will nicht mehr übergewichtig sein“ formuliere um in „Ich fühle mich gut in meinem Körper“.
    Wenn du etwas Negatives absolut nicht außen vor lassen möchtest, kannst du es als Prozess des Loslassens formulieren. Zum Beispiel „Ich lasse meine Angst, vor großen Gruppen zu sprechen, los“.
  • Im Hier und Jetzt
    Formuliere den Satz in der Gegenwart. Statt „Ich werde einen Partner finden“ nimm zum Beispiel „Ein guter Partner ist schon in meiner Nähe“.
  • Nicht ins Gegenteil drehen
    Drehe einen negativen Gedanken nicht einfach in einen positiven um. Mache nicht einfach aus „Ich bin im Stress“ einen neuen Satz wie „ich bin komplett stressfrei“. Wähle eine Übergangsformulierung, die eine Entwicklung, ein Hin-zu (siehe Tipp 1) ausdrückt, wie zum Beispiel „Nach und nach verändert sich mein Stressempfinden“.
  • Nimm ein gutes Gefühl dazu
    Lade den neuen Gedanken mit einem guten Gefühl auf. Wenn du dir 100x am Tag einfach nur eintrichterst „Ich bin voller Energie“, dich dabei aber kraftlos fühlst, nützt sie nichts. Versetze dich vor dem Aufsagen in ein Gefühl des Energiegeladen sein – bestimmt hast du es schon irgendwann einmal in deinem Leben empfunden. Bade für einen Moment in dieser Erinnerung und wiederhole dann die Affirmation. Falls du noch nie in dem gewünschten Zustand warst, versuche dir vorzustellen wie es ist. Oder orientiere dich an deinem Umfeld, wer spiegelt diesen Zustand wider?
  • Aufschreiben
    Notiere dir die Affirmation von Hand auf einem oder mehreren Zetteln. Das Aufschreiben festigt den neuen Gedanken zusätzlich.
  • Wiederhole regelmäßig
    Sage dir den neuen Kraftsatz mehrmals am Tag auf. Bleibe für mindestens 28 Tage lang dran. Es braucht Zeit, bis sich neue Gedanken in den eingefahrenen Strukturen unseres Gehirns „einnisten“. Nutze dazu ErinnerungsAnker wie Post-it‘s, Bildschirmschoner, Handy-Hintergrundbilder, Affirmationskarten oder Ähnliches.

Das Formulieren einer stimmigen Affirmation braucht Zeit. Nimm dir den Satz immer wieder vor und feile solange daran, bis er sich für dich gut anfühlt und wohl klingt. Solange bis du im Einklang mit den Wörtern und dem ganzen Satz bist. Lies dir den fertigen Satz laut vor– fühlst du dich wohl damit? Kannst du ihn glauben und annehmen? Wenn du einen stimmigen Satz gefunden hast, bleibe dran.

Tipp 3: Mit Bildern und Gefühlen füttern

Aus Gedanken und Sätzen, die du immer wieder hörst oder dir selber sagst, werden Glaubenssätze, Muster und Überzeugungen. Diese (meistens ungünstigen Überzeugungen) sind zum Teil so fest und tief verankert, dass es schwerfällt, sie zu durchbrechen. Eine Affirmation, die auf einem Blatt Papier steht oder in Gedanken immer wieder aufgesagt wird, kann schon eine erste Veränderung zum Positiven bewirken. Wenn du sie zusätzlich noch mit einem Bild verbindest, wird sie noch mächtiger. Bilder und Visualisierungen gelangen schneller in unser Unterbewusstsein als Worte. Den Spruch „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ kennst du bestimmt.

Wenn du zum Beispiel mehr Achtsamkeit in dein Leben bringen möchtest, kann dich ein Bild unterstützen, dass dir einen achtsamen Moment vor Augen führt. Zum Beispiel siehst du wie ein Marienkäfer auf einem Blatt entlang krabbelt oder einen Regenwurm auf dem Waldweg. Ohne Achtsamkeit wären dir diese Eindrücke entgangen. Du hättest sie nicht wahrgenommen und einen kleinen Glücks-Moment verpasst.

Außerdem löst ein Bild in Sekundenschnelle ein Gefühl in dir aus. Verbinde also das Aufsagen deines Kraftsatzes mit einem positiven Bild, das dich anspricht und lasse dazu ein Gefühl entstehen. Fühle dich als ob das Gewünschte bereits eingetreten ist. Dann entfaltet sich eine fast magische Kraft!

Affirmationskarte Glücksmomente © Marion Schellenberg

 

Gedanken über Gedanken 

Deine Gedanken kreisen ständig um dasselbe Thema?  Die Worte, die du selbst an dich richtest, sind eher negativ und abwertend als dich selbst stärkend? Ziehen dich deine Gedanken häufig runter? Vielleicht bist du dir auch gar nicht bewusst, dass vieles von dem was du täglich denkst und sprichst, negativ angehaucht, kritisch oder gar ablehnend ist. Doch du fühlst dich so, als ob du in einer Negativschleife hängst, ohne wieder herauszukommen.

Das könnte an deinen Gedanken liegen. Die sich immer wieder auf die gleiche Weise wiederholen. Vieles von den ca. 60.000 Gedanken, die wir täglich denken, ist negativ. Und schafft damit auch negative Erfahrungen und Erlebnisse. Und das tagtäglich. Die Gedankenwelt der meisten Menschen ist negativ geprägt. Eine positive Affirmation wirkt dann wie ein Türöffner: Sie ist ein Anfangspunkt auf dem Weg heraus aus der Negativspirale aus ungünstigen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen. Die wiederum negative Gedanken nach sich ziehen.

Nun stell dir vor, du startest deinen Tag mit einem positiven Gedanken statt dich vor den vielen To-Do‘s überlastet zu fühlen. Statt dir selbst zu sagen „Oh, diesen Berg an Aufgaben werde ich heute unmöglich schaffen“, bestärkst du dich mit einem bejahenden, aufrichtenden Satz.

Ganz bestimmt wird dein Tag dann anders verlaufen. Denn positive Gedanken machen offen für positive Erlebnisse.

Affirmationskarte Gelassenheit ©Marion Schellenberg

Oder es passiert Folgendes: Statt dich darüber zu ärgern, dass dein Chef dir kurz vor Feierabend noch eine Aufgabe reindrückt, bleibst du ruhig und gelassen. Denn du hast dich schon am Morgen mit einer positiven Affirmation „programmiert“.

Wie ich Affirmationen im Mentaltraining einsetze

Affirmationen, die ich in meiner Tätigkeit als Mentaltrainerin einsetze, unterstützen die Arbeit an einem speziellen Thema. Wenn ein Klient*in mit Stress-Symptomatik zu mir in die Beratung kommt, arbeiten wir über einen längeren Zeitraum über mein ganzheitliches Konzept an diesem Thema. Unterstützend kann eine Affirmation eingesetzt werden, um das Stressempfinden zu vermindern und ein Gefühl von „Ich kann das bewältigen“ zu erzeugen.

 

Affirmationen als ein Baustein im Mentaltraining

Fazit

Mit einer gut formulierten Affirmation kannst du deinem Tag eine positive Ausrichtung geben. Du kannst deine Gedanken über dich selbst neu gestalten und deinen Glauben an dich und deine Wirksamkeit bestärken.

Und jetzt bist du dran! Formuliere dir deine eigene Affirmation und lass dich überraschen, was sich durch sie verändert. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar zu deinen Erfahrungen.

 

Jahresrückblick 2023

Jahresrückblick 2023: Lebensthemen im Zeitraffer

Wie zufällig bin ich in der Jahresrückblog-Challenge von Judith Peters gelandet. Judith veranstaltet diesen Jahresrückblog seit vielen Jahren und hilft ihren Teilnehmer*innen, mit Bloggen sichtbarer und wirksamer zu werden. Ich glaube ja nicht an Zufälle, sondern daran, dass mir Dinge genau dann zu-fallen, wenn sie mich weiterbringen.

Da ich schon lange beschlossen habe, regelmäßig über meine Themen zu bloggen, kam die 20-Tage Challenge zum Jahresrückblick 2023 wie gerufen um endlich in die Umsetzung zu kommen. Das Jahr rückblickend noch einmal ganz bewusst zu reflektieren. Mir meine Projekte, Erfolge und auch Krisen oder Rückschläge in 2023 vor Augen zu führen. Noch einmal in die schönsten und freudigsten Momente eintauchen und die schmerzlichen Momente ehren – und das alles in einem Blog-Artikel festzuhalten. Was für ein schöner Abschluss des Jahres!

Es kommt mir so vor, als ob mir das Jahr 2023 all meine unbearbeiteten Lebensthemen auf einmal vor die Füße geworfen hat. Wie in einem Zeitraffer. Ein Thema nach dem anderen. Mit der sanften Aufforderung, sie jetzt anzuschauen und zu bearbeiten. Sie jetzt aufzulösen und in die Wandlung zu bringen. Themen, die mich seit der Kindheit stark triggern, wie Krankheit und Tod aber auch Starre, Opferhaltung und Mangel. Einige Themen sind zum wiederholten Male aufgekommen. Sie klopfen so penetrant an, dass ich tiefer gehen musste. Und wie ein Grashüpfer, der von Stengel zu Stengel hüpft, um die saftigste Pflanze zu finden, bin ich nach langer Suche nach Erklärungen bei meinem Gamechanger gelandet. Ein Modell, das mich aus dem ewigen Gefühl des Ausgebremstseins herausgeholt hat. Seit ich dieses gefunden habe, ist meine Energie permanent nach oben gegangen (und die war ziemlich weit unten). Ich habe zu meiner alten STÄRKE zurückgefunden.

Rückblick auf meine eigenen 2023-Ziele

  • Einen eigenen Raum für Coachings und Beratungen zur Verfügung haben: Bis vor einem halben Jahr habe ich Beratungen, Coachings und Yogastunden immer in angemieteten Räumen durchgeführt. Einen eigenen Raum im Haus zu haben, war schon lange ein Traum.  
  • Sichtbarer werden: In einer Gruppe mit vielen anderen Frauen, die dasselbe Ziel haben, bin ich viele kleine Schritte in Richtung mehr Sichtbarkeit gegangen. Meine Webseite ist aufgeräumter, mein Facebook Auftritt professioneller geworden. Meine Positionierung wird immer stimmiger.
  • Mit Herausforderungen besser umgehen und durch Krisen wachsen: Eine richtig fette Krise hat mich im Herbst aus meiner Komfortzone und aus uralten Glaubenssätzen und Mustern herausgeholt. 
  • Der Kreativität und Intuition mehr Raum geben: Ich habe meine erste, eigene Malakette und ein Perlenarmband gebastelt. Ich lasse mich privat und auch im Business mehr von meiner Kreativität leiten. Das innere Kind ist wieder da und der Verstand hat auch mal Pause 🙂 

Mein Jahresrückblick 2023

Inneres Kind wiedergefunden

„Du musst an deinem Inneren-Kind Thema arbeiten, dein Urvertrauen stärken, mit der Vergangenheit Frieden schließen“.

Diese Sätze sind mir schon oft begegnet, wenn ich auf der Stelle getreten bin. Mich ausgebremst gefühlt habe und nicht weitergekommen bin. Und nach Ursachen dafür geforscht habe. So richtig bin ich auch nach der Lektüre einiger Bücher zu diesem Thema nicht weitergekommen. Es war mir immer zu theoretisch und zu abstrakt. Dass meine Kindheit, die nicht so ganz optimal verlaufen ist, damit zu tun hat, war mir klar. Ich kann mich an viele Dinge aus der Kindheit nicht erinnern und die wenigen Fetzen, die noch da sind, sind eher negativ besetzt. Ich habe also versucht, mich dem Thema mehr übers Fühlen und Tun zu nähern. Ich habe angefangen zu malen, zu basteln, kreativ zu sein. Mir glitzernde Stifte und Bücher in rosa gekauft (so Prinzessin Lillifee mäßig). Und einen rosa Radiergummi als kleines Einhorn. Das was Kinder und kleine Mädchen halt so gerne machen.  Mein Verstand grätscht dazwischen und will mir sagen – ach das ist aber kindisch. Ich habe es trotzdem getan und es hat mir großen Spaß gemacht. So ein Barfuß-Park ist bestimmt auch ganz lustig, hat mein inneres Kind mir schon lange eingeflüstert. Als ich eine Bekannte frage ob sie mitgeht, sagt sie „Da gehen doch nur Kinder hin“.

Egal, diesen Sommer bin ich also los – in den Barfußpark bei uns ganz in der Nähe. 

 

Barfußpark ganz in meiner Nähe im Schwarzwald

Der Start in den Barfußpark war ja noch recht harmlos. Erstmal Schuhe ausziehen und über eine Wiese laufen. Dann durch ein echt saukaltes Bächlein. Über große, dicke Steine, über Rindenmulch und über Glasscherben! Langsam wird es happiger für die Fußsohlen, aber sie gewöhnen sich auch dran. Die Krönung war für mich der Matsch-Weg. So richtig tief im Dreck und Matsch waten. Danach durch einen Haufen Stroh laufen (das Bett im Kornfeld) – um danach Strohfüße zu haben! Mit allen Sinnen erleben uns staunen so als ob das alles zum ersten mal erlebt wird. Mein inneres Kind war begeistert und hat gejubelt.

Durch Schlamm und Dreck waten

Nach dem Matsch durchs Strohfeld laufen

Viel Matsch und Stroh werden zu Strohfüßen

 

Für mich bedeutet das innere Kind Lebensfreude, Unbeschwertheit und Leichtigkeit. All das war mir, durch viele einschneidende Ereignisse komplett abhanden gekommen. Das Leben hat sich oft nur noch schwer und anstrengend angefühlt. Der Besuch des Barfußparks war ein großer Meilenstein in der „Befreiung“ meines inneren Kindes, das so viele Jahre verschüttet war. Aus psychologischer Sicht ist das innere Kind übrigens ein Persönlichkeitsanteil in uns. Jeder Erwachsene hat kindliche Anteile in sich, die sich verschieden ausdrücken. Je nachdem wie unsere Kindheit verlaufen ist, sind sie vorwiegend froh und zufrieden oder sie erschweren uns das Leben mit ängstlichen Gefühlen, mit Scham oder Wut. 

Warum kann ich mich nicht entscheiden

Ich will ja immer alles genau wissen. Da gibt es schon viele Bücher in meinem Regal zum inneren Kind. So richtig Zugang habe ich über diese Bücher aber noch nicht gefunden. Also gehe ich tiefer und widme mich dem Modell der „Inneren Familie“. Das innere Kind ist neben dem inneren Kritiker oder den inneren Antreibern nur ein Persönlichkeitsanteil in uns. Es gibt sehr viele dieser Anteile in uns und jeder Teil hat eigene Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster. Alle Teile zusammen bilden unsere innere Familie. Manchmal sind sich all diese Teile nicht einig. Dann fühlen wir uns hin und hergerissen, können uns nicht entscheiden. Der eine Teil will das – der andere Teil etwas anderes. Oder wir stehen komplett neben uns, reagieren über. Wenn wir diesen wilden Haufen nicht unter Kontrolle bekommen, fühlen wir uns innerlich uneins.

Bücher über Bücher – in jedem Zimmer meiner Wohnung

Im Herbst stand eine große Entscheidung in meinem Business an. Soll ich ein hochpreisiges Mentoringprogramm kaufen oder nicht. Wochenlang habe ich hin und her überlegt. Es zu kaufen, bedeutet ein große finanzielle Investition. Nicht kaufen bedeutet Stillstand. Erst als ich mich mit meinen Persönlichkeitsanteilen beschäftigt habe, die bei dieser Entscheidung lange gegeneinander gearbeitet haben, konnte ich das Gedankenwirrwarr lösen. Nachdem sich alle Teile an einen Tisch gesetzt haben und ihre Einwände gehört wurden, war die Entscheidung klar. Du kannst dir das auch wie ein Arbeits-Team in einer Firma vorstellen. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter gehört werden, dass eine Person bei der Diskussion die Führung übernimmt, um am Ende zu einer guten Entscheidung zu gelangen.

So sieht meine innere Familie aus – manchmal werden die Persönlichkeitsanteile auch inneres Team genannt

Das Schlüsselerlebnis

Das Modell der inneren Familie verbindet übrigens Elemente aus der westlichen Psychologie mit Ansätzen aus der buddhistischen Psychologie. Für mich ist es DAS effektivste und anschaulichste Psychotherapiemodell das ich kenne. Ich kann mir viele meiner inneren Vorgänge damit erklären. Wo früher Gedankenkarussell, Grübelei und tiefe Unzufriedenheit war, ist heute ein Gefühl von „mit mir im Einklang sein“. Das seit Jahren vorhandene Gefühl von ausgebremst sein, auf der Stelle treten, nicht weiterkommen, hat sich durch die Arbeit mit diesem Modell aufgelöst

Und endlich kann ich meine beiden Steckenpferde – die Psychologie und die buddhistischen Weisheitslehren in einem einzigen Modell wiederfinden! Das war für mich in 2023 der Befreiungsschlag. Bisher habe ich mit östlichen Weisheitslehren wie Meditation, Yoga, buddhistischer Psychotherapie und psychologischer Beratung (nach westlichen Lehren) gearbeitet. Alles einzelne Bausteine und Puzzleteile, mit denen ich mich selbst schon aus tiefsten Krisen befreit habe und die ich seit Jahren an Klienten weitergebe. Irgendwie hat aber das Dach darüber gefehlt. Das Modell der inneren Familie (IFS) ist für mich persönlich das Erklärungsmodell für alles !!!! 

 

Neuen Duftraum eingerichtet

Im Jahr 2016 habe ich mir zum ersten Mal einen großen Lebenstraum erfüllt und ein eigenes Yogastudio eröffnet. Damals noch in angemieteten Räumen. Mit der Corona-Krise musste ich es im Jahr 2020 leider wieder schließen. Das war so schmerzhaft, dass ich mir geschworen hatte, nie wieder. Im letzten Jahr ist dann aber eine neue Idee aufgekeimt – wie wäre es mit einem Coaching Raum im eigenen Haus? Lange war einfach kein Platz und kein geeigneter Raum dafür da. Das hat sich in diesem Frühjahr wie durch ein kleines Wunder geändert. Ein Raum in unserem Haus stand mehr oder weniger leer, war aber renovierungsbedürftig. Mit ein bisschen Wände streichen, einem neuen, kuscheligen Teppich, einem schönen Bild und viel duftiger Deko, ist aus einem ehemaligen Wohnraum ein richtig toller Coaching-Raum geworden. Nun kann ich in diesem Raum Beratungen mit Duft, Coachings und auch Yogastunden für 1 bis 2 Personen durchführen. 

Aus alt …

… mach neu

Im Raum duftet es nach ätherischen Ölen

Big Step – erstes Video für Webseite gedreht 

Um mit meinem Business voranzukommen, nehme ich immer wieder an Challenges teil. Sie bringen mich ins Tun und ins Umsetzen. Sie jagen mich raus aus der Komfortzone. In der Challenge „Ab jetzt sichtbar“ von meiner Mentorin Super Sabine ging es um mehr Sichtbarkeit mit dem eigenen Business. Es gibt verschieden Tagesaufgaben, wie zum Beispiel sich seiner größten Angst zu stellen, sein Alleinstellungsmerkmal zu finden oder einen Big Step zu machen. Mein Big Step dieses Jahr – ich habe selbst ein Video gedreht und es auf meine Webseite hochgeladen. Mit ganz viel Kribbeln im Bauch als ich den Hochladen-Button gedrückt habe. Nicht ganz perfekt, was die Lichtverhältnisse und den Ton angeht. Dafür bringt es vom Inhalt her das rüber was mir in der Arbeit mit Klienten am meisten am Herzen liegt. Hier kannst du es anschauen.  

Körperliche Beschwerden lösen sich auf 

Auch mein Körper reagiert auf die Auflösung von Schattenthemen und die innere Wandlung. Blockaden in der Wirbelsäule, die mich seit vielen Jahren „quälen“, lösen sich nach und nach auf. Mein Rücken und meine Wirbelsäule fühlen sich stabiler und belastbarer an. Ich fühle mich insgesamt ausgeglichener, zufriedener und sprühe vor Energie und neuer Ideen!

Der traurigste Moment 

Ich begleite unseren Bobby zum Tierarzt – fast 16 Jahre war er Teil unserer Familie. Jetzt mussten wir ihn einschläfern lassen. Bis zum letzten Atemzug bin ich an seiner Seite. Auch hier stelle ich mich bewusst einem meiner Schattenthemen. Krankheit und Tod sind seit einer traumatischen Erfahrung in meiner Kindheit eher verdrängte Themen, mit denen ich bisher nicht in Berührung kommen wollte. Beim letzten Einschlafen unseres geliebten Tieres dabei zu sein, war eine große Überwindung für mich. In diesem Moment hat es mir fast das Herz herausgerissen. Das Bild, wie er dann dort auf diesem sterilen, kalten Tisch lag, werde ich nie vergessen. Der Schmerz und die Trauer danach waren sehr, sehr groß. Ich habe mir Zeit gelassen und bin durch Schmerz und Trauer hindurch. Und konnte somit ein weiteres Lebensthema klären. 

Rest in peace – Bobby

Einer der schönsten Momente 

Immer im Herbst sind wir für ein paar Tage am Wilden Kaiser. Jedes Mal nehme ich mir vor, einen magischen Steinkreis am Fuße des Wilden Kaiser zu besuchen. Irgendwie hat es nie geklappt. Dieses Jahr war ich endlich dort!! Der Steinkreis ist ein energetisches, in sich geschlossenes Natur-Kraftfeld in Form eines riesigen Mandalas. Feinfühlige Menschen finden dort intuitiv den passenden Stein für sich. Die Kraft der Natur, der Steine und des Wilden Kaisers ist magisch. Ich habe lange dort verbracht, meditiert und ganz viel neue Kraft und Energie in mich aufgesogen.  

Magischer Steinkreis in Ellmau am Wilden Kaiser

Mein liebster eigener Blogartikel des Jahres

  • Selbstwert stärken – so helfen psychologische Beratung und ein Paparazzi
    Das Thema liegt mir sehr am Herzen, weil ein schwacher Selbstwert meist im Verborgenen liegt. Erst wenn wir erkennen, wie wichtig der Selbstwert für Glück und Erfolg ist, können wir in unsere Größe kommen. 

Mein Jahr 2023 in Zahlen

  • 345 mal spazieren gewesen, davon ca. 300 mal mit Bobby

    habit tracker für November 2023

  • 91 Sitzungen in der Begleitung mit Klienten 
  • 78 Yogastunden gehalten
  • 48 Etiketten für Duftsprays und AromaÖle beschrieben und aufgeklebt
  • 2259 Seiten in unzähligen Büchern gelesen

Was 2023 sonst noch los war

Mein bunter Duftfrosch begleitet mich, wenn ich Düfte kreiere

1. Hochzeitstag in Hafling bei Meran

1. Hochzeitstag in Meran vor dem Standesamt

Kränzelhof mit 7 Gärten bei Meran

Natur-Kraft tanken im Ellmauer Steinkreis; Wilder Kaiser im Hintergrund

Buddhas begegnen mir überall

Die LebensWandlerin ist geboren

Mein treuer Bobby ist leider dieses Jahr gestorben

Mein inneres Kind wollte so gerne aufs Pferdchen

Einmal Königin sein

Meine erste selbst hergestellte Malakette / Affirmationskette

Adventsausflug mit der Mama (82 J.)

Advents-Yoga am 2. und 3. Advent

Jahresrückblick 2023 kreativ

Innere Welt: Sanft wie ein Reh und gleichzeitig stark wie ein Löwe – mittendrin bin ich!

Meine Ziele für 2024

  • Persönliche Ziele: Die innere Arbeit mit dem Modell „Innere Familie“ weiterführen; mehr Zeit mit Freunden und Bekannten verbringen; mir Zeit nehmen, um einfach mal in ein Café zu sitzen und einen Cappuccino zu trinken
  • Business Ziel: Dranbleiben und in der Gesellschaft weiter das Bewusstsein für psychische Gesundheit erwecken 
  • Mein Motto für 2024: Wachstum entsteht immer dann, wenn ich die Komfortzone verlasse

 

Yoga Herbstkurs

Yoga-Therapie

* Start Herbstkurs am 22.09.23 *

Yoga hilft uns auf vielen Ebenen. Wir lernen im Hier und Jetzt zu sein, lernen den Körper wieder wahrzunehmen und uns selbst anzunehmen. Wir werden körperlich und geistig flexibler. Und somit können sich auch körperliche und mentale Blockaden lösen. Den Belastungen des Alltags halten wir besser stand, wir finden mehr Ruhe und Ausgeglichenheit.

10 x freitags ab 22.09.23 von 18 – 19.15 Uhr
Physiotherapie Brigant, Hölderlinstr. 9, 75365 Calw-Stammheim
165 € für 10 Einheiten

Meditation im Jahreskreis

Meditation im Jahreskreis – 08. Dezember 2023 (online)

Dein Begleiter durch die Jahreszeiten – eine psychologische und spirituelle Lebenshilfe

Jede Jahreszeit und jeder Monat hat seine eigene Energie. Die Vorgänge in der Natur folgen ihrem eigenen Rhythmus und wir können die Qualität der Monate für uns selbst nutzen. Über Meditation und Atemübungen erleben wir spürbar die besondere Energie eines Monats und können sie mit den eigenen Themen verbinden. Die Stille, die in der Meditation erlebbar wird, führt zu einer ausgeglichenen Psyche.

12 Monate – 12 Meditation

Die nächste Meditation für den Dezember findet am Freitag, den 08. Dezember um 19 Uhr statt (online)

Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 25 €

 

Selbstwert stärken

Selbstwert stärken – so helfen psychologische Beratung und ein Paparazzi

Selbstwert stärken – so helfen psychologische Beratung und ein Paparazzi

Ob Menschen neue Herausforderungen suchen, sich realistische Ziele setzen, flexibel auf neue Situationen reagieren und nach Rückschlägen schnell wieder auf die Beine kommen.

Oder ob sie eher im Alten verharren, mit Chancen, die sich ihnen bieten lange hadern oder sich vor großen Erfolgen gar selbst sabotieren. Ob sich jemand vor neuen Situationen scheut und nach Tiefschlägen lange zu knabbern habt.

Beides hängt mit seinem Selbstwert zusammen.

Welche Rolle spielt der Selbstwert in deinem Leben?

Das Niveau, also ob du einen hohen oder eher schwachen Selbstwert fühlst, hat weitreichende Auswirkungen auf dein Dasein.

Es hat Einfluss darauf, wie du am Arbeitsplatz zurechtkommst, wie du mit Kollegen und Freunden umgehst. Wie gut deine Karrierechancen sind und wie viel du erreichst. Wie deine Partnerschaft oder Ehe verläuft, wie du mit deinen Kindern umgehst.
Und wie glücklich du wirst.

Wenn das Selbstvertrauen angeknackst ist Weiterlesen

Die wundervolle Kraft der Achtsamkeit: Wie sie unser Leben bereichert und wir damit sogar dem Stress entkommen

Mit Achtsamkeit den Augenblick intensiver genießen und mehr Ruhe und Gelassenheit ins Leben bringen

 

Was genau ist eigentlich Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist wie ein kleines „Wundermittel“ für ein zufriedenes, ausgeglichenes und glückliches Leben.

Achtsam zu sein bedeutet, nicht wie im Autopilot durch den Tag zu gehen, sondern die Dinge um uns herum bewusst wahrzunehmen. Nicht mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, sondern mit voller Aufmerksamkeit eins nach dem anderen. Nicht gedankenverloren  von A nach B zu fahren, sondern wahrzunehmen wenn das Haus, das auf unserer Strecke liegt, einen neuen Anstrich bekommen hat. Das Essen nicht hastig hinunterzuschlingen sondern den Geschmack und die Konsistenz bewusst wahrzunehmen.

Achtsamkeit ist die gesteigerte Form von Aufmerksamkeit. Das bewusste und nicht wertende Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments. Bewusst im Hier und Jetzt zu sein.

Im Hier und Jetzt sein – gar nicht so einfach Weiterlesen

Wie gestresst bin ich? Warum du bei zu viel Stress auf diese Warnsignale achten solltest

33 Anzeichen von Stress auf die du achten solltest und wie du Stress vermeiden kannst, um langfristig gesund zu bleiben

 

Schleichende Veränderung

Diese Situation haben wir alle schon einmal erlebt:

Wir halten uns zusammen mit vielen Menschen über mehrere Stunden in einem geschlossenen Raum auf. Die Raumtemperatur steigt nach und nach, die Luftqualität wird immer schlechter. Solange wir uns im Raum befinden, nehmen wir die Veränderung nicht wahr.

Erst wenn wir den Raum kurz verlassen und wieder zurückkehren, stellen wir fest:

„Hier ist aber schlechte Luft!“

So ähnlich geht es uns Menschen auch bei dauerhaftem Stress. Der Körper kann sich über lange Zeit den steigenden Herausforderungen anpassen: hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck, Hektik im Berufs- und Privatleben, ständige Erreichbarkeit, Beziehungsprobleme. Der Körper macht alle Kräfte mobil, um mit diesen Anforderungen fertig zu werden. Ein hohes Stressniveau wird zum Normalzustand und wir merken gar nicht mehr, dass wir gestresst sind.

Dauerstress Weiterlesen

Guter Stress – schlechter Stress

Du hast Stress? 5 einfache Tipps um dennoch gesund zu bleiben

„Ich bin im Stress“
„Keine Zeit!“
„Mir wächst alles über den Kopf“

Wenn von Stress die Rede ist, denken wir meistens an nichts Gutes.

Wir geraten in Stress, wenn wir zu viele Aufgaben auf einmal und sofort erledigen sollen. Wenn wir zu viel Druck und zu viel Hektik verspüren. Zu viel aushalten müssen. Dann entsteht ein Gefühl von „mir ist alles zu viel“ und  „ich schaff das nicht mehr“.

Es ist die Belastung, die erschöpft und unsere Kräfte aufzehrt. Wir empfinden sie auf Dauer als negativ und schlecht. Wir fühlen uns den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen. Das ist negativer Stress und er kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Auf der anderen Seite gibt es auch positiven Stress. Er ist Ausdruck von Lebendigkeit, wird von der Person als angenehm und lustvoll erlebt. Er ist motivierend, steigert unsere Leistungsfähigkeit und fördert unsere Entwicklung.

Wo liegt der Unterschied zwischen positivem und negativem Stress? Weiterlesen